Switzerland unveils first action plan to combat anti‑LGBTIQ+ hate crimes
28.01.2026, 12:53
Category Archives: Allgemein
Hungary: Budapest mayor charged for Pride parade
Hungary: Budapest mayor charged for Pride parade
Prosecutors filed charges on Wednesday against Budapest’s opposition mayor for organising the city’s Pride parade last June, which attracted a record turnout despite an official ban. The event was seen as a rebuke against Prime Minister Viktor Orbán’s years-long clampdown on LGBTQ rights in the name of “child protection”.
More: https://www.euractiv.com/news/budapest-mayor-charged-over-organising-banned-pride/
Bulgaria – The SAC upheld a dismissal of discrimination complaint concerning a Bulgarian politician’s 2019 election campaign materials
Bulgaria – The SAC upheld a dismissal of discrimination complaint concerning a Bulgarian politician’s 2019 election campaign materials
Austria: Constitutional Court recognizes non-binary persons
Austria: Constitutional Court recognizes non-binary persons
| | WEB | CONTACT Verfassungsgerichtshof:Nicht-binäre Personen ab sofort rechtlich anerkannt Der Verfassungsgerichtshof hat gegenüber dem Verwaltungsgerichtshof und dem Innenminister ein Machtwort gesprochen. Auch nicht-binäre Personen haben Anspruch auf eine adäquate Bezeichnung ihres Geschlechts im Personenstandsregister und auf gänzliche Streichung des Geschlechtseintrags.In seinem jetzt zugestellten historischen Erkenntnis vom 18. Dezember 2025 (E 1297/2025) betont der Verfassungsgerichtshof das vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) seit Jahrzehnten judizierte Recht auf individuelle Geschlechtsidentität und unterstreicht, dass der Staat gehalten ist, die individuelle Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes Geschlecht zu respektieren (Rz 19f). Dieses fundamentale Grundrecht gilt auch für nicht-binäre Personen, die keine binäre Geschlechtszuordnung hinnehmen müssen (Rz 25) und jedenfalls, wie alle transidenten und intergeschlechtlichen Menschen, auch die Streichung ihres Geschlechtseintrags verlangen können (Rz 32, 34). Wie bereits in seinem Erkenntnis zu intergeschechtlichen Menschen (“Drittes Geschlecht”) aus 2018 weist der Verfassungsgerichtshof darauf hin, dass der Staat nicht verpflichtet ist, das Geschlecht von Menschen staatlich zu registrieren und er auf diese Registrierung verzichten könnte (Rz 27). Entscheidet er sich für eine Registrierung so muss diese wahr sein und nicht auf das körperlich-biologische Geschlecht abstellen sondern auf die individuelle Geschlechtsidentität (Rz 31, 35). Verwaltungsgerichtshof wollte halbes Jahrhundert zurück Der Verfassungsgerichtshof weist damit die Rechtsansicht des Verwaltungsgerichtshofs zurück, die dieser in dessen Erkenntnis vom 5. Dezember 2024 (Ro 2023/01/0008) zum Ausdruck gebracht hat. Die Bestimmung des rechtlichen Geschlechts ausschließlich nach dem biologisch-körperlichen Geschlecht, anstatt der individuellen Geschlechtsidentität, stellt als fremdbestimmte staatliche Geschlechtszuschreibung eine Menschenrechtsverletzung dar (Rz 19, 25, 31, 37). Im vorliegenden Fall hat eine biologisch, körperlich eindeutig männliche Person mit nicht-binärer (also weder männlich noch weiblicher) Geschlechtsidentität, das vom Verfassungsgerichtshof 2018 zuerkannte Recht auf einen weder männlichen noch weiblichen Geschlechtseintrag geltend gemacht und die Streichung ihres Geschlechtseintrags beantragt (www.genderklage.at). Das Verwaltungsgericht hat ihr – unter Berufung auf den Verfassungsgerichtshof – Recht gegeben. Dagegen hat der Wiener Bürgermeister Amtsrevision an den Verwaltungsgerichtshof erhoben, der überraschend das Rad der Geschichte wieder ein halbes Jahrundert zurückdrehen und das rechtliche Geschlecht nur mehr nach dem körperlich-biologischen Geschlecht bestimmen wollte. Der Verfassungsgerichtshof hat 2018 ausgesprochen, dass Menschen „(nur) jene Geschlechtszuschreibungen durch staatliche Regelung akzeptieren müssen, die ihrer Geschlechtsidentität entsprechen” und “Art. 8 EMRK … insbesondere Menschen mit alternativer Geschlechtsidentität vor einer fremdbestimmten Geschlechtszuweisung (schützt)” und daher auch nicht männlich oder weibliche Geschlechtsidentitäten als solche zu beurkunden oder der Geschlechtseintrag auf Antrag zu streichen ist (VfGH 15.06.2018, G 77/2018 Rz 18, 42). Seither gibt es im Personenstandsregister und in Urkunden und Ausweisen, neben männlich und weiblich, eine dritte Geschlechtsoption. Ernsthafte Geschlechtsidentität anzuerkennen Obwohl der Verfassungsgerichtshof stets von Geschlechtsidentität sprach, haben die Innenminister Kickl, Nehammer und Karner in Erlässen diese vom Verfassungsgerichtshof gebotene dritte Geschlechtsoption auf körperlich intergeschlechtliche Menschen beschränkt, also auf Personen, die körperlich nicht eindeutig männlich oder weiblich sind. Sie gründeten diese Anordnung auf eine (für die damalige Entscheidung nicht relevante) Nebenbemerkung in einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs aus 2018 (VwGH 14.12.2018, Ro 2018/01/0015 Rn 25). Dem hat der Verfassungsgerichtshof nun ein Ende bereitet und dabei auch klargestellt, dass nur eine “ernsthafte” (!) Geschlechtsidentität rechtlich anzuerkennen ist und die Standesämter zur entsprechenden Prüfung auch fachliche Expertisen einholen dürfen (Rz 35). “Heute ist ein großartiger Tag für die Menschenrechte”, sagt Dr. Helmut Graupner, Präsident des Rechtskomitees LAMBDA (RKL) und Rechtsanwalt in den genannten Verfahren des Verwaltungsgerichtshofs und des Verfassungsgerichtshofs, “Unser Verfassungsgerichtshof, der erste und älteste der Welt, hat sich wieder einmal als wahrer Hüter der Menschenrechte erwiesen”.Das 1991 gegründete Rechtskomitee LAMBDA (RKL) arbeitet überparteilich und überkonfessionell für die umfassende Verwirklichung der Menschen- und Bürgerrechte gleichgeschlechtlich l(i)ebender, transidenter und intergeschlechtlicher Menschen. In seinem Kuratorium vereinigt es so prominente Mitglieder wie Bundespräsident Univ.-Prof. Dr. Alexander Van der Bellen; Altbundeskanzler Mag. Christian Kern, Altbundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer, den vorm. Präsidenten des Bundesrates NRAbg Mario Lindner, die vorm Justizministerin Mag. Karin Gastinger, die vorm. Richterin des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte Dr. Elisabeth Steiner, die Verfassungsrichterin iR & vorm. Präsidentin des Obersten Gerichtshofs Dr. Irmgard Griss; vorm. stv. Klubobfrau NRAbg Dr. Ewa Dziedzic, stv. Klubobmann NRAbg.a.D. MEP Mag. Andreas Schieder, die vorm Wiener Stadträtin Sandra Frauenberger, Volksanwältin a.D. NRAbg.a.D. Mag. Terezija Stoisits, NRAbg Petra Bayr und NRAbg.a.D. Gerald Grosz, den vorm. Generaldirektor für öffentliche Sicherheit Dr. Erik Buxbaum, die vormalige Präsidentin der österreichischen Richtervereinigung und Präsidentin der Öst. Liga für Menschenrechte Dr. Barbara Helige sowie die vorm. Präsidentin des Handelsgerichtes Wien Dr. Mia Wittmann-Tiwald, den Ehrenpräsidenten der Öst. Juristenkommission Prof. Dr. Roland Miklau, die vorm. Vizepräsidentin der Rechtsanwaltskammer Wien Dr. Elisabeth Rech, den vorm. Vorstandsvorsitzenden der D.A.S.-Rechtsschutzversicherung Dr. Franz Kronsteiner, den vorm. Präsidenten des Weissen Rings Dr. Udo Jesionek, den vorm. Generalsekretär von Amnesty International Österreich Mag. Heinz Patzelt, den vorm. Vizepräsidenten des Verwaltungsrats der EU-Grundrechteagentur Univ.-Prof. Dr. Manfred Nowak, die Verfassungsrichterin iR und CEDAW-Committee-Member Hofrätin Dr. Lilian Hofmeister, die Verfassungsexperten Univ.-Prof. Dr. Christian Brünner, Univ-Prof. Dr. Bernd-Christian Funk, Univ.-Prof. Dr. Heinz Mayer und Univ.-Prof. Dr. Ewald Wiederin, die Legal Gender Studies Experten Univ.-Prof. Dr. Elisabeth Holzleithner und Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Benke, den renommierten Kinder- und Jugendpsychiater Univ.-Prof. Dr. Max Friedrich und den vorm. Kinder- und Jugendanwalt von Wien Dr. Anton Schmid, die Sexualwissenschafter Univ.-Prof. Dr. Josef Christian Aigner, Univ.-Prof. Dr. Rotraud Perner und Univ.-Lekt. Mag. Johannes Wahala, die vorm. Generalsekretärin der Öst. Aids Gesellschaft Dr. Judith Hutterer, Kammerschauspieler & Doyen des Wr. Burgtheaters Michael Heltau sowie Life-Ball-Organisator Gery Keszler u.v.a.m. Das 15jährige Bestehen des Rechtskomitees LAMBDA (RKL) wurde über Einladung von NRPräs. Mag. Barbara Prammer am 2. Oktober 2006 mit einem historischen Festakt im Nationalratssitzungssaal des Parlaments in Wien gefeiert. Dieser weltweit ersten Ehrung einer LGBTI-Bürgerrechtsorganisation in einem nationalen Parlament wohnten unter den über 500 TeilnehmerInnen auch höchste RepräsentantInnen aus Justiz, Verwaltung und Politik bei (http://www.rklambda.at/festakt-15-jahre-rkl). Seit 2010 ist das RKL Mitglied der Grundrechteplattform der EU-Grundrechteagentur (fra.europa.eu). 2016 wurde RKL-Präsident Dr. Helmut Graupner von der Wiener Landesregierung das Goldene Verdienstzeichen der Stadt Wien und durch den Bundespräsidenten das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik verliehen. 12.01.2026 Das Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs im Wortlaut Die Vorgeschichte → VISIT US ONLINERückfragehinweis Rechtskomitee LAMBDA (RKL) 06763094737, 018763061, office@RKLambda.at, http://www.RKLambda.at |
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Interesting Article: Sexual orientation: The development of European case-law (E Bribosia, I Rorive, RM Inghilterra)
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The fight against discrimination based on sexual orientation is certainly one of the
areas in which there have been the most notable legal developments in Europe in
recent decades. The two European supranational bodies–the Council of Europe …
More: Sexual orientation: The development of European case-law, E Bribosia, I Rorive, RM Inghilterra – … Handbook on European Anti-Discrimination Law, 2025
Interesting Article: Self‑Selection Among Sexual Orientation Refugees to Sweden: The Role of Support Organisations in Destination Countries
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T Wimark – Nordic Journal of Migration Research, 2025
In recent years, scholarly attention on sexual orientation asylum‑seekers has
markedly increased. However, the role of support organisations in destination
countries remains unclear. Organisations are central, both as much research relies …
Interesting Case Report: MI v Switzerland: consolidating jurisprudence on asylum on grounds of sexual orientation European Court of Human Rights (Chamber): Judgment of 12 November 2024
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MÁ Currás, J Klüger, J Wessels – European Human Rights Law Review, 2025
Abstract On 12 November 2024, the European Court of Human Rights (ECtHR)
passed judgment in the case of MI v Switzerland. MI was an Iranian man whose
asylum claim on the grounds of sexual orientation was rejected by the Swiss …
Webinar: The Supreme Court and Trans Sports, 15 January 2026
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| On January 13, 2026, the Supreme Court will hear oral arguments in two cases involving state restrictions on transgender participation in sports: West Virginia v. B.P.J. and Little v. Hecox. The Court will consider whether bans on transgender athletes violate Title IX’s prohibition on sex discrimination in education or the Equal Protection Clause of the Fourteenth Amendment. Join Williams Institute scholars and other legal experts on January 15 at noon to explore the significance of the cases, the oral arguments, and what the Court’s decision could mean for transgender youth. RSVP today! UCLA School of Law is a State Bar of California-approved MCLE provider. This session is approved for one hour of MCLE credit. |
US Supreme Court turns away appeal of Texas library book ban
US Supreme Court turns away appeal of Texas library book ban
WASHINGTON, Dec 8 (Reuters) – The U.S. Supreme Court in a free speech case on Monday opted not to hear an appeal by a group of residents of a rural Texas county of a judicial decision allowing local officials to remove 17 books that these officials deemed objectionable from public libraries.
The justices let stand a lower court’s decision allowing the removal of books including ones dealing with themes of race and LGBT identity, from its public library system. The lower court rejected the argument made by the plaintiffs that removing the books was unlawful under the U.S. Constitution’s First Amendment protections against government abridgment of free speech.
More: https://www.reuters.com/world/us-supreme-court-turns-away-appeal-texas-library-book-ban-2025-12-08/
Dangerous New Reporting Guidelines for US Annual Human Rights Reports
Dangerous New Reporting Guidelines for US Annual Human Rights Reports
The U.S. State Department recently sent new instructions to all U.S. embassies to guide in the preparation of the State Department’s 2025 Human Rights Reports. (See our LinkedIn post on this here.) As expected, they are removing the section of the annual report that covers abuses against LGBTQI+ persons. But even more alarming, they are now requiring reporting on transgender medical care as a human rights abuse involving the “chemical or surgical mutilation of children.” In short, the reports are no longer even vaguely credible on LGBTQI+ issues and are now creating an anti-rights framework to legitimize attacks against our communities.
The Council for Global Equality (CGE) has long encouraged human rights groups to report abuses to U.S. embassies for inclusion in the annual human rights reports. Over the past years, based on those local partnerships and the work of a dedicated LGBTQI+ policy team at the State Department in Washington, the U.S. human rights reports became increasingly comprehensive and were used by the United States and many other governments to formulate policy and adjudicate refugee claims. Unfortunately, based on recent instructions and the last 2024 reports, we now know the next reports will no longer be credible on LGBTQI+ and related issues, and CGE fears that the continued submission of information to U.S. embassies could create risks for the community itself.
Given this new policy directive, we encourage groups to maintain cautious contact with trusted U.S. embassy staff, but we also urge groups to exercise extreme caution if you plan to submit information to U.S. embassies or the State Department, as we fear the information could be twisted or used against community interests. For refugee and asylum adjudication purposes only, there may be ways to submit relevant information on extrajudicial executions, torture, or cruel, inhuman, or degrading treatment of LGBTQI+ persons, but please reach out to us (info@globalequality.org) or refugee groups directly to discuss how best to present and submit that information so that it is not cited inappropriately.
At the same time, we want to encourage all human rights groups to continue to document and share information widely on abuses targeting LGBTQI+ persons — that information is more important than ever given the current backlash. Many of you already have robust dissemination networks for your data, including other embassies and the European Union, but please feel free to reach out to discuss how to ensure your documentation reaches the broadest possible audience. And please note that the following CGE member organizations and allied human rights groups regularly compile human rights reports that document violations against LGBTQI+ people globally, which are often useful for policymakers in Washington and beyond: Amnesty International USA, Global Justice Institute, Human Rights First, Human Rights Watch, ILGA, Outright International, Synergía – Initiatives for Human Rights, and The Williams Institute. Please reach out to those groups directly or reach out to us to help make connections to share your documentation.
